LÜDINGHAUSEN. Der Bürgerbus Lüdinghausen erhält wieder grünes Licht. Am 2. Juni (Dienstag nach Pfingsten) nimmt der Bürgerbusverein in Abstimmung mit der Stadt Lüdinghausen seinen Fahrbetrieb wieder auf. “Nach neunwöchiger Coronapause steht der Bürgerbus nun seinen Fahrgästen wieder in gewohnter Weise zur Verfügung”, zeigt sich Vorsitzender Dr. Norbert Lütke Entrup erfreut über diesen lokalen Schritt hin zur mehr Normalität.

Der rot-weiße Bus wird ab Dienstagmorgen zwar den normalen Fahrbetrieb in vollem Umfang wieder aufnehmen. Doch was ist in Coronazeiten schon normal? Der Bürgerbusvorstand hat ein umfangreiches Hygienekonzept als Voraussetzung für den Neustart erarbeitet und mit Mitgliedern des ehrenamtlichen Fahrdienstes umgesetzt: Den Fahrerinnen und Fahrern stehen FFP2-Schutzmasken zur Verfügung, für Fahrgäste ohne eigene Maske sind 200 Mund-Nasen-Masken im Bus hinterlegt. Diese können im Bedarfsfall für einen Euro erworben werden. Etwa 100 Desinfektionstücher (für Hände und Gegenstände) sind im Bus deponiert, außerdem steht ein Spender für Desinfektionsflüssigkeit (die Benutzung ist freiwillig) bereit. Das Fahrgeld wird mittels einer „verlängerte Hand“ entgegengenommen, und die Fahrkarten werden damit auch an den Fahrgast ausgegeben. Der Bürgerbusverein, vor allem der Fahrdienst, appelliert an die Fahrgäste, das Fahrgeld passend zu überreichen.

Eine spezielle Scheibe – ein sogenannter „Spuckschutz” – wird ebenfalls eingebaut, um alle Insassen vor dem Virus zu schützen. Sie kann jedoch schnell vom Fahrer zur Seite geschwenkt werden, wenn ein Fahrgast Hilfe beim Ein- und Aussteigen oder beim Hereinheben des Rollators sowie schwerer Taschen benötigt. In diesem Fall werde der Fahrer oder die Fahrerin einen Mund-Nasenschutz tragen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, heißt es weiter.

“Wir sind froh, dass wir endlich wieder starten können”, versichern Bernhard Böckenholt, Werner Raußen und Karl Westrup übereinstimmend. Die drei ehrenamtlichen Fahrer sorgten für den Einbau der Hygienevorrichtungen im Bus. Die überwiegende Mehrheit des 26 Mitglieder zählenden Fahrdienstes steht zum Einsatz bereit – aus gesundheitsbedingten Gründen scheiden einige vorläufig noch aus.

Unter die Rubrik “Normalität” fallen jedoch auch Straßensperrungen wegen Baumaßnahmen. So ist die achtmonatige Sperrung der Halterner Straße in Seppenrade, die am Tag des Bürgerbus-Neustarts am kommenden Dienstag (2. Juni) eingerichtet wird, “schon fast normal”. Deshalb ist folgende Veränderung des Bürgerbus-Haltestellennetzes erforderlich:

Ab Dienstag nach Pfingsten wird die Haltestelle „Halterner Straße“ auf die Dattelner Straße Haus-Nr. 3 (Dorfkrug) verlegt. Weiterhin ist die Haltestelle „Spiekerkamp“ wegen der veränderten Fahrtroute nicht zu erreichen. Diese Haltestelle wird deshalb in die Straße Peikskamp, etwa in Höhe des Hauses Nr. 19, verlegt.

 

Westfälische Nachrichten, 30. Mai 2020

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