Lüdinghausen hat sich offensichtlich zu einem Mekka für Bürgerbusvereine entwickelt. Denn wenn es um den Wechsel vom Linienverkehr zum digitalen Abrufsystem geht, wollen viele Bürgerbusvereine von den hier gemachten Erfahrungen profitieren. Das zeigte sich einmal mehr am 4. Februar dieses Jahres, als sich Vertreterinnen und Vertreter von etwa 30 Bürgerbusvereinen in der Burg Lüdinghausen zusammensetzten, um nach geeigneten Lösungen für ihren Bürgerbusbetrieb zu suchen. Der Bürgerbusverein Lüdinghausen hat in den letzten zwei Jahren bereits einige Infoveranstaltungen zu diesem Thema durchgeführt.
Einige Bürgerbusvereine aus NRW und angrenzende Regionen haben in den vergangenen Monaten bereits erste Erfahrungen mit dem so genannten On demand-Betriebssystem gemacht. Doch wie so oft, zeigte sich auch auf diesem Gebiet: Zwischen der Theorie am Programmiertisch und der Praxis im täglichen Bürgerbusbetrieb bestehen durchaus Unterschiede. Die in die Buchungssoftware einprogrammierten Daten wie Fahrzeiten, Dauer von Ein- und Einstiegen mit und ohne Rollatoren, Zeitverzögerungen durch Baustellen, Staus, Pausenregelungen für das Fahrpersonal und andere wirken sich vor allem vor Ort unterschiedlich aus. Für Bürgerbusvereine aus dem Bergischen oder dem Sauerland mit ihren zahlreichen kleinen Dörfern und Weilern – und deshalb weiten Fahrstrecken – muss der Programmierer andere Lösungen finden als für geschlossene Ortschaften im flachen Münsterland.




