LÜDINGHAUSEN.  Eine erste positive Bilanz hat der Bürgerbusverein Lüdinghausen nach dem Neustart des Fahrbetriebes Anfang Juni gezogen. Zuvor hatte der Bus seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie in der Garage gestanden.

Zwar hätten die Juni-Fahrgastzahlen (411) nicht das Vorjahresergebnis für den gleichen Monat (613) erreicht, aber das sei auch nicht zu erwarten gewesen, teilte die Verantwortlichen in einem Pressebericht mit. Die Folgen des Lockdowns seien weiterhin in vielen Lebensbereichen spürbar, so auch im Bürgerbusbetrieb.

Positiv sei, dass die Fahrgäste die Hygienebestimmungen, wie etwa die Mund-Nasen-Maskenpflicht, vorbehaltlos akzeptierten, so dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet sei, versichert Fahrdienstleiter Helmut Hugot. Sollte jemand mal seine Maske vergessen haben, konnte und kann er einen solchen Schutz im Bus für einen Euro erwerben. Aber auch fast alle Fahrer hätten sich mittlerweile bereiterklärt, ihren ehrenamtlichen Dienst zu leisten. Da sie sich überwiegend im Rentenalter befinden, gehören sie zur Corona-Risikogruppe, heißt es.

Weitgehend geschützt seien Fahrpersonal und Fahrgäste im Lüdinghauser Bürgerbus durch eine Trennscheibe. Müssen die Fahrer Hilfestellung beim Ein- und Ausstieg leisten, stehen ihnen FFP2-Schutzmasken zur Verfügung. Desinfektionstücher – für Hände und Gegenstände – seien ebenfalls im Bus deponiert. Außerdem steht ein Spender für Desinfektionsflüssigkeit bereit, dessen Nutzung für Fahrgäste freiwillig ist.

Der Bürgerbusverein Lüdinghausen habe somit alle bestehenden Hygiene-Schutzbestimmungen berücksichtigt und wende sie an, um ein sicheres Mitfahren zu gewährleisten, versichert der Bürgerbusvorstand – insbesondere den Fahrgästen mit einem Schwerbehindertenausweis. Denn es falle auf, dass in der aktuellen Juni-Statistik vor allem viele Fahrgäste dieser Gruppe fehlten, informiert der Verein. Aber auch die Sommerferien und damit das Ausbleiben der Schüler vom Bahnhof zur Berufskolleg seien spürbar.

“Wir rechnen nun mit einem kontinuierlichen Anstieg der Fahrgastzahlen in den kommenden Monaten”, schaut Vorsitzender Dr. Norbert Lütke Entrup optimistisch nach vorn. Denn im  Janunar seien 783 Fahrgäste gezählt worden, im Februar 781. Der Vorstand hofft, dass sich die Zahlen bis Ende des Jahres 2020 konsolidieren werden. Und mit Blick auf das kommende Jahr rechnet der Bürgerbusverein mit einer weiteren positiven Entwicklung: “Voraussichtlich Anfang des Jahres 2021 wird ein neuer Fahrplan in Kraft treten, der vor allem vormittags ein besseres Angebot bieten wird”, verrät Lütke Entrup. Wichtigste Voraussetzung dafür sei aber, dass keinen neuen Lockdown gebe.

Fotozeile: Alle Corona-Hygienevorschriften ließen sich im Bürgerbus einhalten, versichert der Verein. Er hofft, dass sich die Fahrgastzahlen bald wieder auf Normalniveau einpendeln.                                                                Foto: Bürgerbusverein

Westfälische Nachrichten, 7. Juli 2020

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