LÜDINGHAUSEN. Sommertags wandert Marlies Lück auch schon mal zu Fuß hinauf ins “Bergdorf”. Doch wintertags nutzt die 84-jährige Lüdinghauserin doch lieber den Bürgerbus für ihre Fahrt nach Seppenrade – für sie eine gute Entscheidung. Denn an der Haltestelle Freiheit Wolfsberg warteten Vorsitzender Dr. Norbert Lütke Entrup und Fahrdienstleiter Helmut Hugot vom Bürgerbusverein gemeinsam mit Fahrer Bernhard Böckenholt auf den 50.000 Fahrgast, der an diesem Morgen in den Lüdinghauser Bürgerbus einsteigen sollte. Marlies Lücke wartete dort, und das Trio überreichte der völlig überraschten Seniorin neben einem süßen Präsent einen Gutschein für eine zweimonatige kostenlose Nutzung des Lüdinghauser Bürgerbusses, heißt es in einer Pressemitteilung.

“Normalerweise fahre ich einmal in der Woche zu meiner Tochter und meinem Schwiegersohn nach Seppenrade”, wies sich Marlies Lück als regelmäßige Mitfahrerin im Bürgerbus aus. Als Bewohnerin der relativ zentrumsnnahen Geschwister-Scholl-Straße nutzt die rüstige Seniorin den Bürgerbus vor allem für ihre Fahrten nach Seppenrade. “Eine frühere Verbindung zum Hallenbad wäre schön; die derzeitigen passen nicht so recht in meinen Tagesablauf”, brauchte sie bei der Frage nach Verbesserungsvorschlägen nicht lange zu überlegen. Wichtiger sei es aber, dass es den Bürgerbus überhaupt gebe, versicherte Lück.

Nach einem spürbaren Rückgang der Fahrgastzahlen im Jahr 2017 “fährt der Bürgerbus wieder mit Rückenwind”, wird Vorsitzender Dr. Lütke Entrup zitiert: “In 2018 zählten wir 8432 Fahrgäste – ein Plus von 14 Prozent zu 2017.” Zwar werde die Linie B 41 Seppenrade noch immer am stärksten genutzt, doch die übrigen drei – innerstädtischen – Strecken holten auf. Deutliche Zunahmen seien bei den Linien B 42, B 43 und B 44 zu verzeichnen. Diese erfreuliche Entwicklung zeige, dass auch die Verbindungen von den Stadtteilen (Mühlenpaot, Seegebiet/Hallenbad und Tüllinghof) ins Zentrum und zurück immer mehr genutzt würden.

Mitte März dieses Jahres wird nach Mitteilung des Bürgerbusvereins der neue Bürgerbus in Lüdinghausen eintreffen. Da es unerlässlich ist, die 25 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer in kleinen Gruppen intensiv mit dem Fahrzeug vertraut zu machen und gründlich zu schulen, erwartet der Bürgerbusverein den Start des neuen Fahrzeugs Anfang April. Dann werde der Ein- und Ausstieg in das so genannte Niederflur-Fahrzeug für viele ältere oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen leichter, verspricht der Bürgerbusverein.

Westfälische Nachrichten, 1. Febr. 2019

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