LÜDINGHAUSEN. “Man kann nicht immer nur warten, dass andere Menschen etwas für die Allgemeinheit tun – ich muss auch bereit sein, mich selbst zu engagieren.” Gerd Hölscher packte die Gelegenheit beim Schopfe, als er im Sommer 2018 auf die Mitarbeit im ehrenamtlichen Fahrdienst des Bürgerbusvereins Lüdinghausen angesprochen wurde. Gemeinsam mit Reinhild Schulze Althoff, Herbert Blodau und Markus Gründken verstärkt Gerd Hölscher nun den Fahrdienst des Bürgerbusvereins.

Mit viel Beifall wurden “die Neuen” des Jahres 2018 anlässlich der Jahresabschlussversammlung des Bürgerbusvereins am Samstagabend im Hotel “Zur Post” offiziell begrüßt. Auch Reinhild Schulze Althoff ließ sich nicht lange bitten, nachdem Berthold Kasberg, Fahrer der ersten Stunde,  sie angesprochen hatte. Es mache einfach Spaß, “diese netten Fahrgäste durch die Stadt zu fahren”, findet die Landwirtin aus Berenbrock nach jedem Einsatz neue Motivation für ihr Ehrenamt. Die vielen positiven Rückmeldungen der Fahrgäste betonen alle Fahrerinnen und Fahrer. “Man spürt, dass viele Fahrgäste dankbar sind für das verbesserte Mobilitätsangebot, das der Bürgerbus bietet”, ist Herbert Blodau überzeugt. Die gute Organisation des Fahrdienstes und die gründliche Einführung durch die “supernetten Kolleginnen und Kollegen” hätten ihm den Einstieg leicht gemacht, fügt Hölscher hinzu.

Weitere Entscheidungen in Richtung ehrenamtlicher Fahrdienst sind auch künftig notwendig”, schreibt der Bürgerbusverein in einer Mitteilung. Denn 2018 seien drei langjährige Fahrer aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden: Karl-Heinz Leber, Hans-Peter Nyhuis und Stephan Bartsch. Ihnen dankte Vorsitzender Dr. Norbert Lütke Entrup, begleitet vom Beifall der ehemaligen Kollegen, für ihren Dienst an der Allgemeinheit.

Der neue Niederflurbus werde voraussichtlich im März 2019 seine Fahrten durch die Stadt aufnehmen, so Lütke Entrup. Fahrgäste mit Bewegungseinschränkungen würden dann fast stufenlos in den Bus einsteigen können. Besonderen Dank zollte Lütke Entrup dem Arbeitskreis zur Bus-Neubeschaffung. Josef Große Entrup, Helmut Hugot, Berthold Kasberg, Ewald Müller und Karl-Heinz Roger hätten in vielen Sitzungen die Konzeption für die Ausstattung des neuen Busses ausgearbeitet. Der Bürgerbusverein beabsichtige, den alten Bus künftig als Ersatzbus einzusetzen, der von anderen Bürgerbusvereinen in der Umgebung genutzt werden könne. Profitieren würden vor allem die Fahrgäste vom geplanten Bau eines neuen Wartehäuschens an der zentralen Haltestelle “Freiheit Wolfsberg”.

Positiv entwickelt haben sich Fahrgastzahlen in diesem Jahr: Nach einem starken Rückgang Jahr 2017 wegen vieler Baustellen sowie gesperrter Straßen und Haltestellen rechnet der Bürgerbusverein in diesem Jahr mit rund 8500 Fahrgästen. Damit würde der bisherige Rekord (8176 des Jahres 2016) übertroffen.

Begonnen hatte der Jahresabschluss am Nachmittag auf Burg Vischering. Dort tauchten die rund 50 Teilnehmer mittels einer informativen Führung tief in die Geschichte der Burg ein. Gemeinsam ging es danach durch die neu gestaltete “WasserBurgenWelt” ins Hotel “Zur Post”, wo dem ehrenamtlichen Fahrdienst und den Vorstandsmitgliedern mit einem Abendessen und einer Nikolaustüte für das in 2018 bewiesene Engagement gedankt wurde.

Wer sich für ein Engagement als Bürgerbusfahrer oder -fahrerin interessiert, findet Informationen auf der Homepage www.buergerbus-luedinghausen.de

Westfälische Nachrichten, 4. Dezember 2018

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